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Josef Luňáček

Josef Pepa Luňáček (1965)

Aktions- und abstrakte Malerei (abstrakter Expressionismus)

 

"Alles hat seinen Platz. Alles hat seine Zeit. Unsere Bewegungen - als wenn sie von jemand anderem gelenkt werden würden. Ich weiß immer genau, zu welcher Farbe ich greife, wie sie verdünnen, auf welchen Platz auf der Leinwand ich sie auftragen soll. Mindestens einige Sätze von Josef Luňáčeks persönlichen Aussagen. Alles geschah in den letzten drei Jahren, verbunden mit Aufregung und Befriedigung, was die auf die Leinwand herabfließenden Farben beweisen. Josef hatte sein Bild noch nicht fertig und wusste schon, was auf den weiteren drei sein wird. Seine Kollegen vergleichen ihn mit Jackson Pollock (1912–1956). Josef Luňáček hatte nie zuvor über den amerikanischen Künstler Pollock und seine Theorie des automatischen Surrealismus gehört. Heute ist er schon aufgeklärt und sieht Pollock so wie sich selbst: Der gleiche Ausdruck im Gesicht, ähnliche Gesten, ähnliche Technik und Leinwandflächen. Bescheidenheit ist nicht am Platz. Sie haben voneinander nichts gewusst. Sie haben sich zu unterschiedlichen Zeiten und Räumen getroffen. Ihr Werk, das aus Respekt und Demut entsteht, hat sie verbunden. Josef Luňáček ist Mitglied der Union der Bildenden Künstler Olomouc. Er stellt in Olomouc, Prag und Bratislava aus. Seine  großflächigen Arbeiten sind die dekorierten Interieurs öffentlicher Gebäude, Firmen, Büros, Kongresssäle und Hotels. Seine Werke sind in privaten Sammlungen vertreten.

Josef Pepa Luňáček setzt sich auf der Kunstszene der Tschechischen Republik hauptsächlich durch sein spontanes Engagement, das in seinem persönlichen künstlerischen Ausdruck verankert ist, durch. Er ist ein Autor, der lesbar und identifizierbar ist. Ohne dass er sein Werk unbedingt unterschreiben müsste, können wir beim Suchen nach der Antwort auf die Frage nach dem Autor antworten - das ist Luňáček.

Der zum künstlerischen Ausdruck des Autors führende Weg ist auf das Beherrschen des malerischen Handwerks, auf die Beherrschung der Arbeit mit Farben unter anderem auf großen Flächen gegründet. Seine Erfahrungen als Restaurator für das Heimatkundliche Museum Olomouc haben ihn schon vor drei Jahrzehnten zu den verschollenen Techniken vom Gießen künstlichen Marmors bis zu dem früher modernen Batiken geführt. Ebenso hat er eine reiche Skala dekorativer Techniken kennengelernt - und vor allem das Verhalten der technischen Farben. Die Kenntnis der Farbentechnologie erlaubt ihm dann, Leinwände mit tiefen fünf-, sechs- und mehrfachen Schichten bei Erhalten einer langandauernden farbigen Stabilität anzufertigen.

In den letzten Jahren trat bei Josef Luňáček eine persönliche Veränderung zum künstlerischen Ausdruck des Autors ein. Die Werkstatt des Handwerks wurde zum Atelier. Er machte den Weg und die Wandlung durch, die in der Kunstgeschichte mehrfach nachgewiesen wurde. Von dort aus führten die Schritte zu ausstellerischen Resonanzen, Einladung zur Mitgliedschaft in die Union Bildender Künstler Olomouc und zu weiteren Ausstellungen – zuletzt in der Olomoucer Galerie Patro (Opletalova ul.), die im November 2015 die erste heimatliche Teilbilanz des Werks des Autors auf heimatlichem Boden darstellt.

Das ist in aller Kürze charakterisierbar als aktions-abstrakte Expression. Auf einer Ausstellung von Luňáčeks Bildern in der Prager Galerie Latin Art im März 2015 bewertete ihn einer der anwesenden Kritiker als außergewöhnliche Entdeckung des abstrakten Expressionismus in der Tschechoslowakei und in der Tschechischen Republik seit den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts.

 

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Tomáš Luňáček

Tomáš Luňáček (1984) sammelte noch vor dem Abschluss der Mittelschule für Handel und Reiseverkehr praktische Erfahrungen, die ihm ermöglichen, handwerkliche Tüchtigkeit und Ehrlichkeit mit künstlerischer Kommunikation zu verbinden. In seinem künstlerischen Ausdruck, der unter anderem mit einem langandauernden Interesse für die Anfänge der Menschheit und die ältesten Kulturen verbunden ist, meldet er sich gegenwärtig zur Werkstatt und Atelier seines Vaters Josef.

In seinem Werk vereinen sich künstlerische Vorstellungskraft und manuelle Tüchtigkeit auf der einen Seite - auf der anderen Seite der Lockruf der Vergangenheit und künstlerische Polemik mit wissenschaftlichen Wahrheiten. Die zweite Dekade des einundzwanzigsten Jahrhunderts eröffnete das Stellwerk seiner Vorstellungskraft. Die wurde zu Dekoration und Wandplastiken verwandelt. Die Kenntnis technologischer Möglichkeiten von Baustoff erlaubt ihm, dreidimensionale Leinwände zu komponieren, die sich letztendlich der Skulptur nähern.

Die dritte Dimension ist für Tomáš Luňáček nur ein persönlicher Weg zum eigentlichen Inhalt des Mitgeteilten, zur Botschaft, die ihm überbracht wurde - in der vierten Dimension.  Die phantasievollen Gestalten und Köpfe oder die aus dem Sci-Fi inspirierten Gesichter oder Film-Phantasien sagen über die innere Welt des Autors aus. An diesen künstlerischen Ausdruck knüpfen sich Antworten auf grundlegende Antworten des Seins –  Wer waren die ersten Menschen? Kosmische Reisende in der Zeit? Was vermachen und teilen uns die uralten Zivilisationen mit? In diesem Kontext ist das Werk von Tomáš künstlerisch und reflektierend identifizierbar.

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Petr Luňáček

Petr Luňáček (1992), gebürtig in Olomouc, hat die Mittelschule für Bauwesen studiert. In seinem Fach schätzte er die Kreativität des Bauhandwerks und ging instinktiv zur eigenen über - zum künstlerischen Schaffen. Fachliche und praktische künstlerische Vorbereitung war für ihn die Werkstatt und gegenwärtig das Atelier des Vaters Josef. Hier versuchte er zum ersten Mal den Zauber der Farben, das Mischen der Farben, ihr Auftragen und das Endergebnis.

Wenn ein Zeitpunkt existiert, der unsere Bemühungen verrückt und gleichzeitig unserer Umwelt mitteilt, welche Richtung wir einschlagen wollen, dann war jene Brücke zu neuen Wegen im Fall Petr Luňáčeks das Jahr 2014. Es verbinden sich gewonnene Kenntnisse und Fähigkeiten mit künstlerischer Vorstellungskraft. Die Kenntnisse der Techniken des Bau- und Malerhandwerks einschließlich technischer und technologischer Möglichkeiten führen ihn gegenwärtig zum Gebrauch von Kiesbeton und Malerei mit Gussfarben. Im Endergebnis vereinen sich technologische Experimente (Forma) mit dem zerbrechlichen Inhalt des Mitgeteilten.

Petr Luňáček entwickelt Variationen, deren erste Anfänge sich bei Josef Luňáček finden lassen. Gegenwärtig beweist er seine eigene Richtung, die wir in der jetzigen Phase der Bemühungen des Autors mit einem Adjektiv charakterisieren können - kosmisch. Auf seinen Leinwänden spiegelt sich der Kosmos, der die sich öffnende Seele des Autors spiegelt und charakterisiert.